Happy Hippos Massaker |
Biographie 
st-grind und Dragan - sich schon länger kennende männliche Idioten aus dem Dörfchen Zofingen - trafen sich am 5. August des Jahres 2000 zufällig in der damals noch existierenden Beiz des Goldenen Ochsen, um ihrer Lust nach Hopfen und Malz zu frönen. Nachdem sich der Alkoholgrad und die Sperrstunde über die Gemüter dieser friedlichen Gesellen gelegt haben, entschied man sich zusammen mit Willi-Tubbie, zur Party des berüchtigten Gnom zu gelangen. Nach längerem Fussmarsch von wenigen Kilometern, welche in einigen Stunden zurückgelegt wurden, traf man schliesslich in der Schuhschachtel ein, wo man zugleich feststellte, dass das Bier sich dort dem Ende zugeneigt hatte. Aus Verzweiflung und Verdurstung heraus wurde das jamaikanische Nationalgetränk gleich Flaschenweise exekutioniert, so dass man währenddessen auf die dümmsten Ideen kam. In dieser fröhlichen Laune entstand die Band «Happy Hippos Massaker» als Idee. Auf dem Nach-Hause-Weg wurde dann die kürzere Strecke noch einmal in längerer Zeit zurückgelegt und mit verschiedentlichen Stolperaktionen gepaart, so dass das darauffolgende Aufwachen differenzierteste Assoziationen hervorbrachte.
Trotz der totalen Alkoholisierung entsann man sich der geschmiedeten Pläne. Provoziert durch Günti, welcher uns jedwelche musikalische Fähigkeiten zutraute, ja sogar vehement aberkannte, entschieden wir uns, «Happy Hippos Massaker» lebendig werden zu lassen (daraus lässt sich erkennen, dass Günti alleine schuld ist, dass HHM existiert). Einen Tag vor Eingabeschluss beim Phon Dü (1. Oktober 2000), einem Jugendcontest in Zofingen, stellten wir in einem benachbarten Übungsraum unter Mithilfe von Yggdrasil (Drumperformance) unser erstes Demo «Happy Hippos Must Die!!» fertig. Jeder Song auf dem Demo wurde improvisiert und ist nur ein einziges Mal gespielt worden. Die Instrumentierung bestand neben Dragan an der Gitarre, aus Mixer, elektr. Messer, Rasierer und Staubsauger (alles st-grind) und natürlich Vox (st-grind). Das Tape hatte einen sehr schlechten Sound, bekannte Songs sind «Kill All Nazis», «Christen sind Faschisten» oder «Teletubbies». Das auf 50 Exemplaren limitierte Tape ist nahezu ausverkauft. Es kam anscheinend beim Phon Dü-Team nicht sehr gut an, denn wir erhielten nicht einmal eine Absage.
Danach kam eine längere Ruhepause für die Band. Konnten wir am 6. März des Jahres 2001 doch unsere Freude kaum verbergen, als wir zusammen mit den deutschen Grindknüpplern von Entrails Massacre, unseren Freunden von Gerbophilia (Emo-Roidal Grind Core) und Shroudshifter (Death Metal) in der Boa Bar in Luzern unser erstes Konzert spielen durften. Hier wurde zum ersten Mal unser Drummer Dr. Rebel eingesetzt, welcher seine Arbeit zufriedenstellend bewältigte. Das Konzert war sicherlich nicht hervorragend, aber spassig und wohl auch für die SchweizerInnen, welche solche Töne nicht gewöhnt sind, eine Erweiterung ihres Musikhorizontes. Das Konzert ist auf dem Tape «Live at Boa Bar» festgehalten.
Nach diesem Konzert und inspiriert durch Entrails Massacre nahmen wir am 11. März unser zweites Demo «NaziJesus» auf. Die Band bestand aus st-grind (vox und noise), Dragan (git) und Dr. Rebel (dr) . Die Noise-Elemente wurden hier auf einen elektrischen Mixer reduziert. Das Tape ist auch limitiert auf 50 Exemplaren, von welchen noch wenige vorhanden sind. Songs sind beispielsweise «NaziJesus», «Eradicate Nazi-Bastards», «Benjamin Blümchen» oder der Hit «Le Petit ZinZin».
Wir taufen unseren Stil, welcher geprägt ist durch deutsche Noisecore-Legenden, wie BRB, Brutal Glöckel Terror, WBI, Anal Massaker oder Barcass und japanischen Noise-Legenden, wie Final Exit, Gore Beyond Necropsy, Gerogerigegege, Merzbow oder Senseless Apocalypse, ganz einfach mit dem Namen «Huba Huba Harsh Noise». Er ist wohl eine Mischung aus Grindcore und Noisecore verfeinert mit den Mahllauten eines Krups'schen Mixers.
Danach gingen wir zusammen mit Gerbophilia und Hellvis auf eine kleine Minitour namens «Vomited Rotted Swiss Tour» durch die Schweiz, bei welchem wir in Luzern, Zofingen und Lausanne je ein Konzert spielten. In Zofingen und Luzern wurden wir von verschiedenen Gastsängern, u.a. Yggdrasil, René (Cropment) und Jüre, sowie unserem Dirigenten Gnom unterstützt. Die Konzerte stellen wohl den Höhepunkt unserer Karriere dar, da wir eigentlich nur positive Resonanzen erhielten und mit unserer extravaganten Bühnenshow für Aufregung sorgten. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei Gerbophilia und Hellvis bedanken.
Nach der genannten geilen Tour mit Hellvis und Gerbophilia legten wir erst einmal eine kleine schöpferische Pause für einige Monate ein, um uns vermehrt dem Alkohol und den damit verbundenen Ideen für HHM zu widmen. So geschah es dann nach exzessivem Einsaufen, dass wir unser offiziell drittes Tape in Angriff nehmen konnten: "Marsupilami Strikes Back". In Angriff wurden neben einigen Songs auch verschiedenste Mixer, so mussten wir während den Aufnahmen leider das Ableben unseres neuen Mixers verzeichnen. Nichts desto trotz erneut ein Meister-Konzeptalbum von HHM mit Songs wie "SSS DDD", "5. Juli", "Against American Imperialism" oder "Das Lied der Schlümpfe". Dieses Konzept-Album, neu auf 100 Exemplaren limitiert, ist übrigens Carlo Giuliani gewidmet, welcher am 20. Juli 2001 am G8-Gipfel aufs Brutalste von der faschistischen italienischen Polizei ermordet wurde. Auch wir werden in seinem Namen für eine bessere Welt weiter kämpfen.
Noch bevor wir unser Album veröffentlichten, passierten die wohl wichtigsten Schläge gegen das kapitalistische System und deren Diktatur-Herrschaft durch die USA. Zwei fehlgeleitete Passagierflugzeuge kollabierten in den Twin-Towers des World Trade Centers. Wir werden hier keinerlei Kommentar zu diesem 11. September abgeben. Unsere Einstellung zur amerikanischen Aussenpolitik kann im Kommentar zu "Against American Imperialism" nachgelesen werden, welcher sich auf dem Tape "Marsupilami Strikes Back" befindet.
Zur gleichen Zeit ereigneten sich aber wohl auch die positivsten Erfahrungen von HHM. Das japanische Label HMW-Distribution machte uns das Angebot, das Tape "Live @ Boa Bar" neu herauszubringen. Selbstverständlich willigten wir ein, da die knapp bemessene Auflage von 20 Stück dieses Tapes deren Ausverkauf relativ schnell bewerkstelligte. Erneut einen grossen Dank an HMW-Distribution für ihre Unterstützung. Besonders interessant sind die eigenen Aussagen des Verantwortlichen von HMW-Distribution, welcher uns gegenüber beteuerte, dass sowohl die japanischen Rezensionen des Tapes, wie auch der Verkauf positiv überraschend seien.
Nach diesen positiven Ereignissen und gestärkt durch weiteren Alkohol-Konsum wollten wir noch Ende 2001 unser viertes Meisterwerk in Angriff nehmen: "Symphonien in Papa MOLL". Doch aufgrund schnee-technischer Probleme in Deutschland schaffte es st-grind nicht rechtzeitig zurück im Übungsraum zu sein, weshalb diese Aufnahmesession verschoben werden musste.
Aufgenommen wurde schlussendlich im März 2002 mit der neuen Kreischerin Quietsche-Ente, welche für dieses Tape die zweiten Vokills übernahm. Sie hat die Band zwar mittlerweile wieder verlassen, doch waren die Ereignisse dieser Aufnahmen erneut spektakulär. Das vierte Album ist erneut ein Evolutionsschritt weiter in der konstanten Zielrichtung der Musikzerstörung und beinhaltet so glorreiche Songs wie "The Answer is Capitalism", "Stoiber gleich Hitler", "Captain Future" oder "Destroy Swastika".
Danach spielten HHM ihr erstes Konzert seit einem Jahr. Im geilen Squat Ego (Zürich) durften wir am 6. April 2002 zusammen mit Blindspot A.D. (Ger), Cropment und Censored (beide CH) zocken. Der Gig wurde auf Video aufgenommen und sollte noch im 2003 auf einer Videokompilation zusammen mit Blindspot A.D. und Schnauzer auf dem deutschen Label Vulgar Records erscheinen. Das besondere an diesem Konzert war das erste Auftreten unseres Live-Drummers Laurant von Gerbophilia. Nur geil!! Danach spielten wir mit Boekk und Cropment im Centre Fries (Fribourg) am 1. Mai. Beide Konzerte ein Highlight in der Live-Performance von HHM, was nicht nur an den ersten Auftritten mit unserer Kreischerin Quietsche-Ente zusammen lag, sondern einfach im Wesen der Natur liegt.
Pogrom 
«Happy Hippos Massaker» ist wohl eine der wenigen Bands der Schweiz, die sich im Bereich des Harsh Noise ansiedeln. Wir möchten zu unserer Band einige Bemerkungen machen:
«Happy Hippos Massaker» wurde gegründet, um den Kampf gegen die Kirche, den Staat, das Militär und die Faschisten aufzunehmen. Wir möchten mit unseren Texten absichtlich provozieren und verschiedenen Organisationen den Tod wünschen. Ihr seid alle der Abschaum dieser Erde, nur ohne euch wird es der Gesellschaft besser gehen.
Wir möchten deshalb alle Menschen dieser Welt dazu namentlich aufrufen im Namen von Solidarität und Brüderlichkeit alle RassistInnen, FaschistInnen und Nazis zu bekämpfen. Unsere Texte werden ewig gegen Nazis handeln und erst zu Ende sein, wenn der letzte Nazi tot ist.
«Erst wenn der letzte Nazi gestorben, der letzte Rassist ins Gras gebissen hat und der letzte Faschist nicht mehr lebt, werden wir merken, dass wir auch ohne sie leben können.»
Wir fordern auch jeden Menschen auf, sich politisch zu engagieren, um das heutige System zu verändern. Politische Apathie löst weder die Probleme, noch symbolisiert sie etwas. Das soziale Umfeld ist immer Politik, drum wehr Dich gegen Deine Unterdrückung.
«Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Klasse.»
«Happy Hippos Massaker» möchte zudem klar stellen, dass es sich vehement gegen das System auflehnt und dessen Untergang fordert. Nur anarchistische Strukturen können die Menschen weiterbringen und ohne den Kapitalismus, aber mit sozialen Werten werden wir in Freiheit und Freundschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung leben können. Wir unterstützen deshalb alle terroristischen Organisationen dieser Welt, welche militant das System bekämpfen. Lang lebe die RAF! Viva Zapata!
«Anarchie ist Freiheit, Regierung ist Sklaverei!»
«Happy Hippos Massaker» möchte noch mehr den Kampf gegen jede Art von Religion fordern. Die Religion symbolisiert Unterdrückung und Autorität, aber auch Faschismus in einem, indem sie die Freiheit des Menschen unterdrückt und andere Religionen eliminiert und zerstört. Die Religion hat die Menschen missbraucht und in ihren Dienst der Unterdrückung gestellt. Die Religion und vor allem die christliche Kirche muss zerstört und ausgerottet werden.
«Religion ist das Opium des Volkes.»
Hiermit bestätigt «Happy Hippos Massaker», dass es eine anarchistische, antifaschistische, atheistische und antichristliche Band ist, welche seine Ziele in der Zerstörung des Faschismus, des Staates und der Kirche gestellt hat. Wir werden diese Unterdrückung nie akzeptieren können.
«Es ist besser, stehend zu sterben, als kniend zu leben.»
Happy Hippos Massaker, Juni 2001
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